… Diplomarbeits-Pionierin

Pionierin ist hier gemeint im Sinn von thematisch selten zu findender wissenschaftlicher Abschlussarbeit um das Jahr 2000-2006 herum – bei heute unklarem Stand diesbezüglich – in meinem Studium im Fachbereich Sozialwesen an der Fachhochschule Kiel (oder auch auf englisch die offiziell dort eingesetzte Bezeichnung „University of Applied Sciences“. Das Wort soll nicht etwa anzeigen, denn das trifft nicht zu, dass ich mich besonders darstellen wolle bzw. mich für etwas ganz Besonderes halte – wenngleich jedes Wesen in meiner Auffassung „etwas ganz Besonderes“ ist im inneren Kern. „Das Göttliche“ halte ich für real, es spielte in meinem Leben in der Jugend keine Rolle, da ich an nichts mehr glaubte diesbezüglich, ich war eine wahre Nihilistin. Der Zugang zum Göttlichen ging von innen heraus auf 1991/2 und in Etappen dann immer mehr durch einige Erlebnisse, die ich hier darstelle – der Zeitrahmen erlaubt es nicht, es ist auch nicht der optimale Ort in dieser Sparte dafür. Die inneren Sinne wieder in Zusammenhang mit dem „Innern“ oder „Göttlichen“ zu stellen, war Anliegen.

Hier erkläre ich Wesentliches, was für das Schreiben dieser Arbeit bewegte und mit Inhalt ist. Es handelt sich dabei nur um einige wichtige Teile daraus.
Als ich die Diplomarbeit über Sensitivität = hier als das „holistische Gewahrsein“ bzw. die höhere Wahrnehmungsfähigkeit und entsprechenden inneliegenden Befähigungen des Menschen gemeint, zu schreiben begann – ca. im Sommer 2000, endend Ende Dezember 2001 – wollte ich alles darstellen aus authentischen Erfahrungen von mir und nahstehenden Personen primär, was ich bisher noch nirgendwo hatte lesen können. Zusätzlich sollte eine bereits veröffentlichte Monographie, die Anlass war, mich erneut nach wenigen Jahren Pause in der Thematik – während meiner Studienzeit – zum Beschäftigen veranlasste, ein Boden sein, die Erfahrungen der Autorin analysieren und zum Vergleich mit den anderen (Auto)Biographien einsetzen zu wollen. Das Buch kam mir 1999 in die Hände und rief mir in Erinnerung, wie meine eigene Entwicklung und jene von späteren FreundInnen gewesen ist, von wieviel Leid, aber auch Erweiterung im Innern wir betroffen waren seit unserer Kindheit. Es ist das Buch „Jenseits der Angst“ von Judith Orloff (M.D. = Medical Doctor), eine Ärztin mit der Fachrichtung Psychiatrie, die ihre Erfahrungen, seit Kindheit hellfühlend und hellsichtig zu sein, auf mich sehr anrührende und auch aufwühlende Art beschrieb. Aufwühlend, weil ich selbst in meinem Studium, übrigens genau wie Judith Orloff, meine eigenen entsprechenden (Hell)Sinne unterdrückt hatte, weil sie mich beim Wahrnehmen der Professoren besonders störten. Ich begann im März 1998 zu studieren und hatte zwischen 1992 und 1996 in einem Zentrum für ganzheitliche Entwicklung, das ich zwei Jahre administrativ leitete, mit meinen eigenen Sinnen und nach bzw. im Einklang mit dreijährigem Lernen bei dem dort eine Lebensberatungs- und Heilpraxis führenden Berater, Meditationslehrer und Heiler seit Kindheit Beratungen für Klienten gemacht. Zusätzlich hatte ich Vorträge und Kurse in den „Fünf Tibetern“ gehalten bzw. im Hatha-Yoga und organisierte auch Kurse für die genannte Person und andere Referenten, die ins Zentrum kamen, um dort zu lehren. Im Zuge dessen hatte sich meine Wahrnehmung, da sie die Grundlage war, die Klienten und Kursteilnehmer so gut es geht wahrnehmen zu können, sehr verfeinert. Das Ergebnis war, dass ich in der Begegnung mit anderen schnell Probleme, Zusammenhänge u.w. wahrnahm, und dies merkte ich bald am Anfang des Studiums. Da ich mich nun auf eine andere Art konzentrieren musste, nämlich kognitiv auch besonders, wandte ich mich in einer Vorlesung in Meinen, eine Bürde nun mit der feinen Wahrnehmung zu haben, die mir in Beratungen Jahre genützt hatte, nach innen, ans Göttliche und bat, die Wahrnehmung von mir zu nehmen, solang ich im Studium sei. Es war für mich einfach sonst nicht gut auszuhalten. Es hatte Erfolg. Meine Sinne verschlossen sich zu einem Grossteil, ich begann auf eine andere Art wahrzunehmen. Company colours – Umgang prägt… Als ich das Buch von Judith Orloff las, fühlte ich mich so an meine eigene Entwicklung erinnert, dass ich drei Tage weinte, erschüttert und im plötzlichen Bewusstsein, dass und wie ich die Sinne und damit meine Seele – das merkte ich erst einige Jahre, nachdem ich die Sinne mehr verschliessen wollte – unterdrückt hatte. Als ich dieses Buch las, wusste ich auf einmal von innen: Ich möchte sie nicht mehr unterdrücken. Ich möchte wieder leben! Anders leben! Ich war noch im Studium, doch etwas wandelte sich. Ich hatte nach einer Möglichkeit Ausschau gehalten übers Internet, mit dem Anliegen, eine Person zum Zusammenarbeiten unter Einbezug der höheren Wahrnehmung nach dem Studium finden zu können. Dabei stiess ich auf einen Arzt, der gute Voraussetzungen dazu zu haben schien. Ich kontaktete ihn, und es fand 2001 ein erstes Kennenlernen statt, mit gemeinsamem Wahrnehmen von Patienten in erst privater Praxis, das danach zu einer Zusammenarbeit nach dem Studium führte. Diese wurde leider nach vier Wochen durch Erkranken im Rahmen einer Viruswelle in der Region vorzeitig beendet, zu meiner damaligen grossen Trauer, denn ich war ein Dreivierteljahr brachgelegt – über die Dauer meines ersten Vertrages hinaus. Ich darf sagen, dass das Buch von Judith Orloff eine Initiatalzündung ausgelöst hatte. Es wurde Basis als einzige bereits veröffentliche Auto- bzw. Monographie, die Erfahrungen von meist Freunden und mir in der Abschlussarbeit darzustellen. Ich machte eine Studie, eine sogenannte Erfahrungsstudie daraus. („Exemplarische Studie“ oder auch „Biographieforschung“ wird es wissenschaftlich genannt in bestimmtem Kontext.)

Eine von mir wertgeschätzte damalige Professorin sagte zu mir: „Man kann in der Wissenschaft alles machen, man muss es nur begründen können.“ Wunderbar. Gott sei Dank hatte ich eine Freundin, die ihre Doktorarbeit auf Basis ihrer eigenen Erfahrungen mit einem Thema verfasst hatte und eine gute Begründung dafür hatte finden müssen, damit sie die Erlaubnis erhalten konnte, es so machen zu können. Diese Herleitung übernahm ich für meine eigene Arbeit und los ging’s.
Vielleicht sage ich dazu, dass ich erst begann über sechs Wochen, einen anderen Anfang zu schreiben. Dieser begann mit einer Einleitung über C.G. Jung, Archetypen und Prinzipien aus der Quantenphysik, um von hier aus auf die authentischen Erfahrungen überleiten zu wollen. Wer sich näher damit befasst, wird erahnen oder wissen können, wieso ich den Weg wählte. Es gibt einen schönen Film dazu, seit wenigen Jahren, den ich empfehlen kann: „The Living Matrix – Heilweisen der Zukunft“. Hier fliessen Erkenntnisse aus der Quantenphysik ein, aufgrund derer eine Herleitung zum Wahrnehmen mit „holistischem Gewahrsein“ vollzogen wird.
Was jedoch geschah war, dass ich mich während des Schreibens immer unlebendiger und unzufriedener fühlte. Ich telefonierte mit dem Arzt, mit dem ich später zusammenarbeiten würde. Er, ebenfalls wahrnehmungsbewandert in dem Bereich, erfasste meine Situation sofort hellsinnig und sagte: Du hast Dich verfahren. Es ist nicht das, was Du wirklich sagen möchtest. Was hilft Dir, über Jung und Archetypen zu schreiben, wenn Du an den für Dich lebendigen Themen vorbeischreibst? Er sagte, er habe in seiner Doktorarbeit einen einzigen Satz zum Schluss eingebracht, der der lebendigste von allen sei – und er habe ihn so berührt, dass er wusste „Das ist es“, so möchte ich es sagen bzw. so leben.
Als er das erzählte, spürte ich in mir, dass ich nur eins tun wollte – auch wenn es die Arbeit von sechs Wochen über den Haufen warf: Ich wollte das Ganze einfach weglegen und neu anfangen. Das tat ich. Diesmal mit den lebendigen Erfahrungen, dem oft schreienden Leid von jenen Personen, die ich kannte – einschliesslich eigenem damaligen auch -, und erst da kam die Basis des Authentischen herein. Ich wollte nie eine Arbeit fürs Regal schreiben, die man nie hervorholt, weil sie unglaublich langweilig ist. Ich wollte etwas, das anderen helfen könnte, durch ihre eigenen Erfahrungen eventuell etwas einfacher gehen zu können und zu wollen vielleicht: aus dem Effekt eines Wiedererkennens „Das kenne ich“. Ich wünschte mir, dass unsere Erfahrungen, das Leid, aber auch die tiefgehenden letztlich positiven Erweiterungen, die unseren Seelen erlebt hatten, nicht umsonst gewesen waren, verstaubten, vergessen wurden von uns, sondern dass sie helfen könnten, anderen zu helfen sich entwickeln zu wollen. Dass sie Mut fassen könnten, so meine Hoffnung, zu sehen: Ja, Entwicklung funktioniert. Ich wage, eigene Schritte zu gehen und authentisch zu sein, ich verbiege mich nicht, versuche es – da sind einige Werdegänge, in denen Hindernisse und Erweiterungen dargestellt sind, vielleicht kann ich einige Hindernisse überwinden oder gleich mir sparen. Ja, das war es, was ich wollte. Und so schrieb ich dann auch. Es dauerte über ein Jahr, und es war gut. Ich schrieb noch über Weihnachten 2001, womit ich die letzte Einladung einer lieben Freundin in einem freundlichen Kreis von Personen nicht annahm – wollte unbedingt nach dem Vergleichen der fünf Werdegänge in meiner Studie noch einen Schlussteil für helfende und lehrende Professionen mit Implikationen aus den Erfahrungen, der Essenzen, schreiben. Daraus wurde noch mal ein ganzer Teil. Eine Ärztin für Innere Medizin, die die Arbeit 2002, nach Erscheinen also, las, schuf danach eine Fortbildung für Mitarbeiter an der Klinik, an der sie arbeitete zu dem Thema. Sie sagte zu mir: Im Grunde ist es keine Diplomarbeit, sondern zwei Diplomarbeiten und eine Doktorarbeit.

Was ich an Material nutzte fürs Verarbeiten in der Arbeit bzw. der Studie im Mittelpunkt, angesiedelt im Mittelteil:
Ich hatte bereits 18 Jahre Schriftliches zusammengestellt: geschrieben nach mir unmittelbar erzählten Erfahrungen anderer, die sie mir einzubringen erlaubten. Ein Freund war inzwischen leider schon gestorben. Ich hatte ihre (oft bitteren, aber auch schönen) Erfahrungen aufgeschrieben, die sie mir erzählten. Wie haben sie Gleichgesinnte gesucht und lang nicht finden können. Auch davon handelt die Arbeit: Wie mühselig es sein konnte, aber auch wie einfach, wenn man Raum zur Entfaltung hatte bzw. fand und möglichst wohlgesonnene gleichgestimmte Personen in der Nähe erfahren konnte. So erfuhren wir es alle und auch ab 1992 kommende Klienten zur Beratung berichteten Dasselbe. Es war immer das gleiche Prinzip: Jeder fühlte sich wie auf einer einsamen Insel, wenn jedoch andere Personen oder mindestens eine kennenlernt werden konnte, die „gleichgesinnt“ war, buchstäblich, ging es allen sehr schnell besser. Gesundheitliche Beschwerden fielen zum Teil ab.

Das ist die erste Basis der Arbeit, der Antrieb: die Erfahrungen, die oft durch viel Leid führte, in den Facetten mitteilen zu wollen, um in der Analyse so viel Leid wie möglich für die Zukunft für andere Personen – kommende Kinder zum Beispiel – abwenden, entkräften, verhindern zu wollen. Ich wünschte mir, dass sich Menschen, besonders auch Ärzte, die Arbeit detailliert selbst und am Besten auch in Arbeitsgruppen durcharbeiten würden, die Essenzen herauskristallieren und sich fragen: Wie kann ich nun anderen damit helfen?
DAS wäre ein Sinn, mit dem die Arbeit ein zufriedenstellendes Resultat zeitigen würde.
Einige Jahre nach dem Erscheinen der Arbeit (2001/2) kam der Film „The Indigo Evolution“ von James Twyman heraus, eine Dokumentation über „wache“ bzw. früh wache Kinder – auch hellsinnige Kinder -, die er gemeinsam mit Neale Donald Walsh mit eigenen Mitteln erschaffen hatte. Auch gibt es einen Spielfilm dazu. In der Dokumentation, die man erwerben kann, kommt eine Psychologin zu Wort, die über ihre Arbeit für wahrnehmungsbegabte oder „früh wache“ bzw. in dem Fall sogenannte Indigo-Kinder anging. Es geht dabei um eine Verwechslungsgefahr von Kindern mit noch relativ raren Anlagen und Befähigungen mit Erkrankungen, besonders mit den Diagnosen ADHD und ADHS. Ich finde es sehr gut, was sie dazu sagt, und die Art, wie sie ihre Kollegen unterrichtet – Ärzte besonders -, ist genau das, was ich mich wünsche, wie meine Abschlussarbeit angeschaut werden möge: richtig lesen, Schlüsse ziehen, die zu guter Hilfe für andere führen. Mehrere Ärzte, auch der Psychiatrie, haben die Arbeit gelesen und gaben gute Rückmeldung. Ein Arzt arbeitet in einer Ambulanz einer Klinik und sagte, sie habe ihm auch praktischen Wert vermitteln können – das freut mich.

Was mir beim Schreiben immer wieder zu Bewusstsein kam, war, wie sehr allein sich die mir bekannten Personen – und es kamen über die Jahre mehr Personen hinzu – sich seit ihrer frühen Kindheit gefühlt hatten, weil die Ansprechpartner fehlten.
Wenn sich dies ändert, wenn mehr Bewusstheit einkehrt, dass wir alle „in Entwicklung“ sind und dass es auch weitere Spektren des Wahrnehmens geben kann, die in Familien, Schulen und Unis bisher entweder nicht gekannt oder verleugnet werden bzw. nicht oder wenigst gelehrt werden, wird Entwicklung für Einzelpersonen sicher einfacher. Jeder braucht Raum um zu atmen mit der Seele, das wäre jedenfalls eine gute Basis.

Eine Freundin, die mit für die Arbeit im Interview – biographische Darstellungen im Mittelteil der Arbeit, gesamt ca. 80 Seiten auf O-Ton Betroffener basierend – erscheint, sagte 1994, also sieben Jahre vor Veröffentlichung und lang, bevor ich überhaupt wusste, dass ich nach einem ersten Beruf noch einmal studieren würde, zu mir: „Wenn Du mal in die Lage kommst, mehr Leuten sagen zu können, wie es ist,  mehr wahrzunehmen, sag es – sag ALLES.“ Das habe ich getan. Das Leid und die Bitterkeit vieler Personen waren für mich das A und O zu sagen: Nein, es ist Schluss. So soll es nicht mehr sein. Wir sagen alles – dann können wir hoffentlich etwas ändern.“

Leid entstand oft einfach, wie schon gesagt, durch fehlende geeignete Ansprechpartner in Kindheit, Jugend und zum Teil bis ins Erwachsenenleben, auch in Fragen der Berufswahl und dem Werdegang dort, durch Sich-Alleinfühlen u.w.
Und es konnte abklingen, wenn andere, gleichgesinnte Personen endlich gefunden werden konnten und/oder überhaupt bzw. mehr Verständnis im Umfeld wie in der Familie, bei Freunden, auf der Arbeit, in Partnerschaften u.w. aufkam.

Auf dieser Annahme bzw. inzwischen recht gut belegten Einsicht oder Erkenntnis beruht auch eine Studie von Sandra Escher und Prof. Dr. Marius Romme (s. bitte unter „Christine als … Intervoice-Mitglied“) mit 80 hellhörenden und hellfühlenden Kindern: dass Leid, Erkrankung, Sich-Alleinfühlen überhaupt und das sogar u.U. bald weniger werden oder gar ganz  verschwinden kann, wenn die fruchtbare Entwicklung Raum erhalten darf und neue, schöne Beziehungen sich finden lassen. (Es war eine vierjährige Studie, sie ist bisher nur auf englisch zu lesen.)

* * *

Bevor ich die Arbeit zu schreiben begann bzw. auch noch mittendrin, suchte ich in der FH-Datenbank und im Internet an anderen Unis ect. nach etwa gleichgearteten Diplom- oder Doktorarbeiten im Thema – gab es etwas? Es hätte mich gefreut.

Doch die Überraschtheit kam beim Suchen: Ich fand nach Recherche in Datenbanken keine einzige Arbeit, die sich damit bisher befasst hätte, stellte sich beim Forschen heraus.
Dies ist bezogen auf die Bereiche, in denen ich vor allem suchte:
a) Sozialpädagogik und Soziale Arbeit im deutschsprachigen Raum
b) das Fach Medizin im deutschsprachigen Raum;
c) das Fach Psychologie bzw. gab es darin zwei Arbeiten vorher: eine stammt von Liane Hofmann über Kundalini-Krisen (s. auch Klinik Heiligenfeld, eine bisher erste deutsche Klinik, die sich besonders sog. Kundalini-Krisen annimmt, auch das ist Thema  mit in meiner wissenschaftlichen Arbeit und eigenen Erfahrenheit), von Liane Hofmann eingereicht an der Uni Freiburg, Bereich Parapsychologie. Eine weitere stammt von einem heute fertig studierten Psychologen, O. Amm, und befasste sich mit Schilderungen von Aurasicht und wie Personen selbst damit klarkamen, mit ihren Befähigungen und im Hinblick auf die eigene Entwicklung, ist damit gemeint. Bis auf die Tatsache, dass die Arbeit kürzer gehalten ist und Erfahrungen anderer – nicht oder weniger eigene – dabei interviewt wurden, befinden  wir thematisch in einem grösseren Teil der wissenschaftlichen Arbeit recht nah beieinander.

Eine ein sozialwissenschaftliches Institut leitende Sozialwissenschaftlerin in Berlin sagte 2006 – fünf Jahre nach meiner Veröffentlichung der Arbeit (Hochschule) -, sie hätte Wochen und Monate im Internet gesucht, auch im englischsprachigen Raum in den Sozialwissenschaften und hätte keine wissenschaftliche Arbeit zu dem von mir behandelten Thema finden können (Thema Hellfühlen z.B.). Sie sei einzig auf meine Diplomarbeit öfter aufmerksam geworden. Ein fruchtbarer Kontakt entwickelte sich in einem längeren gemeinsamem Wirken, in der – was eine Gewichtung durch eigene Entwicklung erhielt – meine heilerische Tätigkeit mit Ausrichtung von Terminen durch sie mit flankiert wurde, in Berlin, derzeit war ich reisend auch aktiv damit in Niedersachsen, Wien u.w.

Was die Seltenheit des Themas als wissenschaftlich nach westlichem derzeitigem Status angegangenen Arbeit angeht: Es ist nicht sicher, ob ich richtig recherchiert habe oder die genannte Sozialwissenschaftlerin. Vielleicht haben wir etwas übersehen oder in falscher Art zu finden versucht. Es ist mir wichtig zu sagen, dass ich hier nicht etwa den Anschein erzeugen möchte, dass ich gar meine, etwas noch nie Dagewesenes, besonders Tolles hervorgebracht zu haben. Natürlich ist alles, so sehe ich es, was aus der Seele erstammt, wie auch diese Arbeit, etwas ganz Besonderes. Es berührt die Menschen dann eher, als würde man Statisches schreiben – so wie die ersten sechs Wochen mit dem den weggelegten Beginn des Geschriebenen gewesen waren. Dieser „Teil“ wäre eine Diplomarbeit für sich gewesen. Doch ich wollte dieses Statische, Unlebendige nicht.
„Wenn es Dich nicht berührt – wie soll es dann andere berühren?“ sagte jemand in der Zeit zu mir. Also habe ich alles eingebracht, was mich besonders berührte, und dies war es, was ich schreiben wollte. Genau das gehört mitten in die Arbeit hinein.

Was mich angeht, so war ich sowohl überrascht als auch entsetzt und befremdet darüber, dass es so wenige wissenschaftliche Arbeiten über das Thema gab. Niemand (in den mir bekannten Quellen im deutschsprachigen Raum, wo ich damals einzig suchte), so schien es, habe sich bisher und tiefer mit den Werdegängen von Personen befasst, die (seit Kindheit oft) hellsinnig waren und wie es sich in ihrer Persönlichkeit ausgewirkt hatte oder haben mochte oder mag.
Am Freiburger Institut des Studiengangs Parapsychologie der Uni stand zu lesen, dass gerade jene Themen, die mir sehr nah sind – da ich die Erfahrung selbst seit jeder (frühster Kindheit) gemacht habe -, noch nicht bearbeitet wären, also noch nicht „gefüllt“ wären. Später erst sagte eine Person zu mir: Ja, das wundert mich nicht. Du hättest einiges finden können, wenn Du in der Ethno-Medizin gesucht hättest. Dort befassen sie sich damit, Erfahrungen anderer Kulturen, in denen erhöhte Wahrnehmung als normal dazugehörend erlebt wird, sind dort integriert und mit Thema. Man ist sich der Feinstofflichkeit des Menschen, der Wesen, zum guten Teil mit bewusst und weiss auch, was für Wirkungen damit einhergehen könn(t)en.
An diesem Punkt möchte ich weniger darauf eingehen als es einmal zu erwähnen. Wer eine Arbeit darüber schreiben möchte, suche eventuell eher dort als in unseren in diesem Kulturkreis abgetrennten Wurzeln von fast jeder tiefergehenden Innerlichkeit, die man auch als spirituelle Wurzel auffassen kann. Diese haben wir. Ich thematisiere in meiner Diplomarbeit auch die Entwicklung seit ca. dem 13. und 14. Jahrhundert, hier u.a. mit anderem gemeinsam dem Aufkommen der griechisch-arabischen „Medizin“ (= Sichtweise einer Realität, die für wahr angesehen wird), sie wurde zur „Schulmedizin“ erkoren, ist es heute. Ich zeige anhand der Recherche – darüber wurde ich in der Abschlussprüfung  meines zweiten Studienschwerpunkts geprüft – wie sie sich etablieren konnte: offenbar auf Gewalt beruhend, wie ich in meinem Studium Sozialwesen mit lernte, zur Überraschung, denn es war mir nicht bekannt bis dahin. Auch gab es die sog. „wissenschaftliche Revolution“, eine Zeit, in der vereinfacht gesagt nur noch geglaubt werden sollte, was äusserlich für alle „mess- und wiegbar“ sei. Friedjof Capra ist einer der Autoren, die darüber berichten, über ein Herauskürzen von allem, was unser höheres Wissen und Erfahrungen angeht. Es sei gesagt, dass erst mit der dann werdenden „Schulmedizin“ offenbar begann, den Menschen nicht mit inneren Sinnen zuerst wahrnehmen zu mögen, sondern von aussen bzw. noch mehr als Leiche von innen anschauen zu wollen. Eine Verrohung fand offenbar statt – eine wichtige Basis schwand: unsere inneren Sinnen primär einsetzen zu mögen und die Ethik des Innern voranzustellen. Dies ist hier nur sehr fragmentarisch dargestellt – es sei nur als Hinweis auf eine ausführliche Behandlung in meiner wissenschaftlichen Studienabschlussarbeit anzusehen.

Im Lauf der Jahre wurde meine Aufmerksamkeit umständehalber auch auf andere Belange gelenkt, so dass ich infolgedessen in der weiteren Veröffentlichungsbestrebung – sie anzustreben – „hinkte“ und statt dessen Beschäftigen mit anderen, artfremden Themen für mich nötig wurde.

Ich biete Beratung an für Personen, die ihre Diplom- oder Doktorarbeit zu einem der von mir behandelten Themen schreiben möchten, ausserhalb der Unis oder in Zusammenwirken mit ihnen bzw. auch ProfessorInnen, wenn es erwünscht sein sollte.

Es kamen einige hieran interessierte Personen, die mich meist interviewt haben auf meine eigenen Erfahrungen im Bereich Sensitivität – sog. erhöhte Wahrnehmung u.w. Ich begrüsse, wenn das Thema endlich wieder – nach Jahrhunderten offenbar – mehr in den Blickpunkt helfender, lehrender, wissenschaftlicher Professionen rückt sowie vor allem in das Breitbandspektrum der Familien – ins gesellschaftliche Gros, mit dem Anliegen, dass von vornherein mehr Verständnis für Kinder aufkommen möge, die u.U. mehr wahrnehmen als Personen im Umfeld.

Ich biete auch – langjährig, seit 1992 – Beratung mit Sondieren durch Wahrnehmung in Bezug auf die Entwicklung von Tieren und Menschen an, lange nur für Menschen. Hier können wir die Entwicklung konkret anschauen und Anlagen, Neigungen, Wünsche, Anliegen, Sehnsüchte, Träume, Visionen, evtl. (noch oder wieder) verborgene, verdrängte, verleugnete Talente, Befähigungen u.w., kurz „Potential“ nennbar, anschauen und sie auch fördern. Ich schreibe auf Anliegen privat oder auch beauftragbar durch Personen, die z.B. helfenden und lehrenden bzw. ärztlichen, psychologischen, sozialpädagogischen, sozialarbeiterischen Professionen angehören schriftlich meine Wahrnehmung auf, wobei sich der Inhalt oft noch mehr vertiefen und ent-rollen kann so wie eine zip-Datei, die entpackt wird. Schreiben vertieft und fördert Details zutage. So kann es sein, dass ich eine Person einige Minuten oder ca. bis einer Stunde – oder je nach Anliegen auch länger – sehe, spreche, falls sie sprechen kann auf laut-verbalem Weg und danach mehrere Seiten darüber schreibe. Dies kann auch den Charakter einer freien, unabhängigen Sachverständigen-Gutachten-Arbeit erhalten, durch Gerichte bzw. Richter auf freiberuflichen Status hin beauftragbar, wie Familiengerichte u.w., für Schulen bzw. jede Art des damit verbundenen Inhalts an Spektren: für schulpsychologische Dienste, Jugendämter ect. Hierauf gehe ich noch an anderer Stelle ein oder berichte auf Anfrage. Gerade die Person als Ganzes – Geist, Seele, Körper und soziale Beziehungen mit Anlagen, Befähigungen u.w. – können dabei herausgestellt werden. Ich nehme, seit Kindheit, sehr stark die Wünsche von Personen, die sie – u.U. still – in ihrer Seele hegen, wahr und richte mich, so ist es für mich grundlegende Basis und Instrument, nach IHREM Wunsch, ihren Anliegen. Anliegen dritter Personen sind dabei jeweils diesem Anliegen untergeordnet, um die Integrität der Seele voll bewahren zu können, denn um sie zu fördern, die Person als Ganzes im Konstruktiven: diesem Ziel dient meine Arbeit. Das ist wichtig für alles zu verstehen.

Die Diplomarbeit kann bisher über mich angefragt werden oder aus der FH-Bibliothek (FH Kiel – University of Applied Sciences in Kiel, www.fh-kiel.de) fernentliehen bzw. in Bälde als Ebook, in Planung, gekauft werden. Auszüge wenigstens werden auf dieser Seite in Bälde erneut veröffentlicht. Ich bitte um Geduld. Dank.

Beste Grüsse von Christine Schüren