… geb. Schriftstellerin

Liebe/r Besucher/in,

hier ist meine Seite der schriftstellerischen Ader kennenzulernen. Die Abkürzung der Überschrift soll heissen „geborene Schriftstellerin“, denn das ist es, was ich fühle. „Das ist ja, als wärst Du dazu geboren“, so ist es im Innern für mich in Bezug dazu.
Das soll nicht heissen, dass ich meine, das Ergebnis sei auch gut. Es ist aber tendentiell so, dass, was erfüllend ist, letztlich auch gern gelesen wird von mir und einigen anderen Personen. So war die bisherige Erfahrung.
Wenn man genau weiss: „DAS ist es, was ich am Besten kann – und möchte“, was ist es dann? Eine innere Berufenheit, würde ich sagen. So ist bei mir mit dem Sehen – dem inneren Erschauen von Umständen, Person, Charakter u.w. – und dem  Schreiben. Ich meine das freie Schreiben als Autorin bzw. Schriftstellerin. Beginnend in 1991 arbeite ich mit wachsender Tendenz vom Inhalt und Aufbau, der Systematik her, an einer werdenden Buchreihe über die Höherentwicklung des Menschen, die sog. Transformation, ebenfalls über jene von Tieren, besonders nahgebracht anhand der Gattung Vogel. Es geht vom Prinzip her alle an – besonders Tauben, dann auch Amseln, Kleinspecht und weitere Arten, die durchweg als ausgeprägte Persönlichkeiten erlebt wurden und werden.

Seit Kindheit bin ich mit Leib und Seele dem am Meisten zugetan, was mir die meiste Erfüllung gegeben hat: schreiben. Seitdem ich schreiben konnte, wurde ich geniessbarer als Kind, mit dem Gefühl, dem scheusslichen Gefühl, dass ich mich vorher kaum hatte ausdrücken können.  MIt dem Lesen- und Schreibenkönnen wurde es besser. Im Schreiben bin ich so im „Flow“, so vertieft und in mir – zentriert -, dass die Zeit vergeht wie im Flug. Leider habe ich davon wenig gehabt zum Schreiben in den letzten Jahren. Seit 2001 habe ich auf dieser Seite viel veröffentlicht, auch in Print-Medien, Vortrags-CD u.w.
Das Hauptthema ist, Menschen ihre eigenen und darin auch insbesondere ihre höheren seelisch-geistigen Fähigkeiten bewusst zu machen. Auf innerem Weg in Abstimmung mit dem Bewusstsein der jeweiligen Person leite ich sie gemäss ihrer Zustimmung dorthin, so das Anliegen, sie so gezielt wie ermöglichbar nutzen zu können.
Sensitivität, d.h. unser Wahrnehmungsspektrum, das über die fünf Sinne hinausgeht – in fernöstlichen Kulturen als normal zum Menschen gehörig angesehen, als Teil seiner spirituellen Natur und als „göttliche Anlage“ – ist ein Schwerpunktthema, über das ich im Studium Sozialwesen auch meine wissenschaftliche Abschlussarbeit verfasst habe mit einer eigenen Studie – Erfahrungsstudie fünfer sensitiv veranlagter bzw. be-gabter Kinder bis in ihr Erwachsenenleben über die Bereiche Kindheit, weitere Entwicklung („Sozialisation“), Gesundheit und Lebensqualität und sensitives Arbeiten, wobei im letzten Part geschaut wird, ob und wo jemand seine Fähigkeiten einsetze.

Drei lustige und überraschende Erlebnisse mit dem Schreiben

Mit elf schrieb ich meine erste Geschichte, ein Lexikon und eine Quelle zum historischen Forschen daneben, und der Frage meiner Eltern, was ich denn da tun würde. Ich fühlte mich in meinem Element, tippte sie anschliessend selbst mit zwei Fingersystem auf der Schreibmaschine. Dann lag sie fast zwei Jahre. Ich bin eine geborene Verlegerin – ab mit den Manskripten in die Schublade oder seit dem Zeitalter der PC´s in digitale Ordner 😉 Mit 13 war ich in einem Zeltcamp, und, ohne mich zu erinnern, wie es kam, hatte ich die Geschichte dabei. Es ging im Lager um Pferde. Ein Mann war dort einer der Leiter, las die Geschichte und versuchte mich die zwei Wochen zu überzeugen, sie an Verlage zu schicken. Ich wollte nicht, war zu schüchtern damals. Er drängte mich derart, dass ich sagte, gut, wenn ich wieder zuhause bin, suche ich einen Verlag. Bei der Rückkehr schickte ich sie an einen Verlag, erhielt eine nette aber Absage wegen bereits Auslastung der Kapazität derzeit, dann lag sie abermals in der Schublade. Ich bin eine etwas stille und zurückhaltende Vertreterin gewesen und oft noch heute, was das Schreiben angeht. Dann besuchte mich eine Freundin. Sie sagte: „Du hast doch mal eine Geschichte geschrieben“ – sie war mit im Ferienlager gewesen und wusste daher davon. Würdest Du sie mir geben?“ Ich schaute sie erstaunt an.
„Ich würde gern“, sagte sie frei heraus, „damit an einem Wettbewerb teilnehmen.“ Es ging ums Schreiben. Ich war so verblüfft über ihre Idee, dass sie statt meiner damit etwas machen wollte – und empfand es zuerst als abwegig. Doch dann fand ich die Idee so originell, dass ich ihr die Geschichte gab. Sie machte mit und gewann den ersten Preis in diesem Jugendwettbewerb. Ich bin namentlich nie erwähnt worden und hätte es auch nicht gewollt damals…
Eine zweite interessante Begegnung hatte ich mit 22 Jahren: Mit 21 schrieb ich sehr viel, lernte in der Zeit eine etwa 50jährige Dame kennen, und wir verbrachten öfter eine gute Zeit zusammen mit tiefen Gesprächen. Zeit meines Lebens war ich immer gern mit älteren Personen zusammen, die „tief“ schauten. Ich fand in höheren Altersklassen darin je mehr Personen als in meiner eigenen. Diese Dame hatte längere Jahre, seit 1969, in den USA in New York und Kalifornien gelebt. Mit einem Beruf, der viel Tätigkeit und auch Glamour – was mir nicht lag und bis heute nicht – mit sich brachte in der Werbe- und Filmbranche u.w., hatte sie, wie sie sagte, einige Erfahrung mit Kunst und auch schriftlichen Darstellungen bzw. Resonanz. Ich darf hinzusagen, dass ich mehr nach innen orientiert bin und mich von Meinungen anderer meist fernhalte, damit ich rein von innen heraus schreiben und agieren kann, ohne mehr als nötig mich beeinflussen zu lassen. Sie las Mehreres von dem, was ich geschrieben hatte, wobei wir einander auch öfter lange Briefe schrieben und sagte: „Wenn das einer liest, wenn Du DAS an einen Verlag schickst, vermutet man dahinter sicher eher einen Mann Mitte fünfzig, keine junge Frau Anfang 20.“ Ihr Fazit war: „Du solltest unter einem Pseudonym schreiben.“ Ich verstand nicht, warum sie es annahm.
„Du schreibst einfach so“, war ihre Ansicht. Sie fände es keineswegs altersgemäss. Nach mehrmaligem Betrachten fand ich, nicht anders schreiben zu können, es kam genau so aus der Seele.
Solche Resonanzen gab es öfter, auch in der Schule, wo manche lehrende Person vermutete, ein Erwachsener habe meine Hausaufgaben an meiner Stelle gemacht – doch dem war nicht so.
Ein für mich belastendes Erlebnis diesbezüglich hatte ich mit 18, als ich eine Jahresarbeit schreiben musste in der Höheren Handelsschule. Ich wählte ein Buch, zu dem es nur zwei kleine Quellen gab, und ich gab sie an, wie es sein sollte. Der Lehrer hatte mich oft ermutigt zu Schreiben – „Sie können es, ich weiss es.“ -, was mir Mut und Zuversicht gab, doch nach Prüfung der Jahresarbeit bat er mich zu sich und war der Ansicht, ich hätte wohl nicht alle Quellen belegt. „Darstellung scheint an professionelle Theater- oder Literaturkritik angelehnt, Quellen zeigen lassen!“, schrieb er. Er meinte, die Art, die Tiefe zu schreiben, würde eine 18jährige junge Frau nicht zustandebringen können. So musste ich belegen, dass es nur diese zwei Quellen, zwei Textabschnitte, zu diesem Buch gab. Er nahm wirklich an, ich hätte einen Betrug begangen. Das trieb mir fast die Tränen in die Augen, da wir meines Erachtens ein gutes Vertrauensverhältnis hatten und ich bestürzt war über sein plötzliches Misstrauen. Erst nach dem Belegenkönnen der Quellen akzeptierte er die Arbeit und entschuldigte sich. Dann sagte er: „Das wird eine Eins, aber minus, denn Ihre Art zu zitieren ist unter aller Sau.“
Dann gab es noch eine originelle Art des Verlegens meines ersten Romans „Freyas Gold oder wie kommen die Sprossen aus der Leiter & in die Leiter des Göttlichen?“ von 1996: Ich hatte in einem wunderbaren Gespräch mit einem Verleger, der bereit war es aufrichtig gern lesen zu wollen, dann doch noch einen Rückzieher gemacht in dem plötzlichen Schrecken, dass ich es doch besser nochmal überarbeiten solle – vielleicht wäre es doch nicht gut genug? Eine Weile später gab ich es einem altvertrauten Freund zu lesen, um einfach sicherer zu werden, und er düste damit mit einem Bulli des Nachts auf einer Urlaubstour über den Nürburgring – und alle damals 329 Seiten flogen einzeln aus dem Dachfenster. Ich hatte ihm ein Loseblatt-Manuskript in einem Ordner gegeben, und er machte sich tatsächlich die Mühe, alle Seiten einzeln wieder einzusammeln. Das war sicher eine ordentliche Arbeit. Aber er schaffte es und präsentierte mir alle Seiten vollständig. Mir anders unter die Augen zu treten, wollte er nun wirklich nicht 😉 Das Gespräch über den Inhalt war eine weitere Sache. Schlussendlich habe ich „Freyas Gold“ in die Gesamtedition eingebettet, der Roman wird mit im Lauf der Zeit in der Publikationsreihe erscheinen. Mit dem Verleger bzw. Lektor des Verlag, der „Freya´s Gold“ gern lesen wollte, kam ich so überein, dass ich es ihm geben würde, wenn ich genau wüsste, dass ich es vollends vertreten könnte. Er war, zu meiner Freude, derselbe Lektor, der mein Lieblingsbuch „Stein und Flöte und das ist noch nicht alles“ von Hans Bemmann lektoriert und in wunderbarer Klarheit auf den Weg gebracht hatte. Für ihn ein Dank an dieser Stelle: Danke, lieber Roman, noch heute für die schöne Begegnung, die Gespräche mit Dir und weiterhin viel Erfolg mit Deiner Agentur. „Stein und Flöte…“ bzw. Dr. Hans Bemman – er verstarb leider vor einigen Jahren als wertgeschätzte Person, mit dem ich eine tiefe Seelenverwandtschaft spürte – war Anfang der 80er-Jahre der zweite Autor im damals relativ neugegründeten Weitbrecht-Verlag. Der erste Autor war Michael Ende mit „Die unendliche Geschichte“, der Weitbrecht-Verlag war aus dem Thienemann-Verlag hervorgegangen.
Nun ja, kann ich zu dem Hergang sagen: Manchmal weiss man nicht, wofür es gut ist. Jedenfalls habe ich noch keine Bücher veröffentlicht, für die ich mich schämen müsste. Und das ist ja auch etwas wert, nicht wahr? 😉

Ein nährender Wegweiser: „Sommer-Seminar für hochbegabten schriftstellerischen Nachwuchs“ der Arno-Schmidt-Stiftung und des Nordkolleg Rendsburg 1996

Ein bereits verlegefertiges Manuskript von 1996, war, nachdem ich gerade erwähnten ersten Roman geschrieben hatte („Freyas Gold oder Wie kommen die Sprossen aus der und in die Leiter des Göttlichen?“, von einer Person vom Literaturhaus Schleswig-Holstein bzw. Kiel gelesen, geprüft und ich daraufhin für geeignet gehalten worden, an einem an sich 5tägigem Stipendiaten-Seminar für Autoren teilnehmen zu können. Dies Seminar war für „junge Autoren“, wobei dabei Personen bis 50 Jahre gemeint waren. Es wurde organisiert von der Arno-Schmidt-Stiftung und dem Nordkolleg Rendsburg.
Eingangsvoraussetzung war, mindestens ein Buch veröffentlicht zu haben. Mein Manuskript, gerade kurz vorher einem Verlag zu einer Ausschreibung eingeschickt, wurde nach Prüfung einem bereits veröffentlichten Buch im Auffassen der Angemessenheit dort gleichgestellt. Denn das Seminar war nicht für alle interessierten Personen offenstehend. Ich hatte, als ich davon zu-fällig las, sofort das Gefühl gehabt: Dort möchte ich hin. An sich bin ich nicht dafür, auf äusserem Weg etwas zu lernen, was mit Schreiben zu tun hat – es kommt von innen, denke ich, und dann sei es auch das Beste, ohne äussere Einflüsse, ohne Ansichten anderer, wie sich etwas verhalte, verhalten solle u.w. zu schreiben. Das ist meine persönliche Ansicht.
Doch bei diesem Seminar fühlte ich sofort Anklang. Alle anderen Teilnehmer, jeweils zwischen ca. 25 und gerade 50 Jahren, waren als vielversprechende heranreifende AutorInnen von „ihren“ Verlagen – alle hatten bereits einen ausser mir – mit einem Stipendium, also als Stipendiaten ins Seminar geschickt worden bzw. wurde es ihnen ermöglicht aufgrund ihrer bisherigen Qualifiziertheit.
Ich durfte wunderbare Personen kennenlernen – etwas, das mich bis heute nährt und berührt. Viele von ihnen sind heute vielveröffentlichende AutorInnen von Büchern, Fernseh-Produktionen, Hörbüchern zum Beispiel. Ich darf sagen, dass ich diese Art von Ehrgeiz – möglichst viel veröffentlichen zu wollen – schlichtweg nicht habe. Wenn sich etwas reif anfühlt, geht es raus, egal wie viel oder wie wenig es sein mag. (Der beste Weg, sich danach nicht schämen zu brauchen 🙂 )
In der Zeit kamen Verleger, AutorInnen von Büchern, Hörbüchern, Fernsehen zusammen, hinzu Produzenten wie Dieter Wedel, um einiges nahbringen zu wollen, das man als angehende bzw. bereits praktizierende Autorin weiterhin brauchen könnte. Dabei ging es um rechtliche, inhaltliche Themen in erster Linie, mit Lesungen bei „gestandenen“ – oft bekannten – Autoren, denen man aus dem eigens Verfassten vorlesen konnte, um in der Runde dann Zielscheibe von Regredierungen bzw. Inspirationen werden zu dürfen. Jetzt möchte ich – die Reihenfolge ändernd – in der Rubrik „Christine als … wahrnehmende Person“ weiterschreiben, was inhaltlich in einem Teil auch in dieser Sparte weitergehen könnte. Möchten Sie oder möchtest Du mir folgen? Ich glaube, dort findet sich auch die lustige Begebenheit mit dem Veröffentlichen via Bullidachfenster wieder.

Bald wird wieder mehr hier stehen, dann werden erneut Auszüge aus Schriften zu lesen sein, wie Büchern, die im Entstehen sind, veröffentlichten Artikel(n), Vortrags-CD usf.

Lieber Gruss von Christine Schüren