… wahrnehmende Person

Liebe/r Besucher/in,

mit wahrnehmen ist hier hellsinniges –  empathisches bzw. telepathisches – Wahrnehmen und Agieren gemeint. Es heisst, das innere Gewahrsein zu haben, in dem Fall, die Gefühle, Gedanken, Regnisse, Anliegen, Wünsche, Hoffnungen, Träume – alles im Grunde, erkennen zu können. Hierin habe ich Erfahrung seit Kindheit und später beruflich-berufend, vor allem ab 1992, nach einer ersten Zeit des Beruflichem am Gericht als damalig vollständig ausgebildete Justizangestellte. Erst später, 1998, studierte ich Sozialwesen, auf Diplom-Sozialpädagogin & -Sozialarbeiterin (FH), mit staatlicher Anerkennung. Dies als Grundlage.

Ich biete an: Den Text finden Sie unter „Inneres“, dort „Lesen mit Bewusstsein“ – zum Helfenwollen anderer Personen, würde ich geistig hinzufügen.

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Sollten Sie nach dem Lesen dessen mehr erfahren wollen, ist hier mehr:

Bei Interesse lesen Sie oder lies zusätzlich – als untermauernde Info über mich, Einstellungen und Erfahrungen weiterer Art – in der Sparte „Christine als…“ unter „geb. Schriftstellerin“. Es bietet sich an, es zuerst zu lesen, bevor Sie zum Lesen nach hier kommen oder Du nach hier kommst. Hier ist der Link: http://www.sensitivnet.de/angeboten-wird/schriftstellerin-bzw-autorin/ Bis gleich.

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Fertig?

Haben Sie oder hast Du inzwischen die andere Rubrik gelesen? Gut, dann weiter:

Ich war also beim Erzählen über das „Sommer-Seminar für hochbegabten schriftstellerischen Nachwuchs“ 1996. Hier geht es nun weiter. Um zu verdeutlichen, dass man als hellsinnig veranlagte Person in diesem Kulturkreis so manche Überraschung erleben kann und auch Missverständnisse, möchté ich eine Episode berichten aus dem genannten Seminar. Ich las bei G.H. Er ist bekannter Autor, derzeit für Historienromane. Was wir gemeinsam haben, ist, dass wir beide viele Stunden am Stück schreiben – er berichtet über eine ca. 80-Stunden-Woche. Ich hatte mich ab ca. 1994 trainiert, da ich mehr schreiben wollte, täglich bei guter Konzentriertheit sechs bis acht Stunden schreiben zu können – freies Schreiben ist hier gemeint. Im Büro habe ich ja genug gearbeitet, als Justizangestellte, die 1992 nach vier Jahren aus dem Beruf und dem Gericht ausgestiegen ist in freier Wahl (s. Rubrik „… als gel. Justizang.“)

Ich las bei G.H. aus „Freyas Gold …“. Dabei gab es ein Missverständnis seitens G. Ich stelle einmal kurz die hellsinnige Wahrnehmungsart vor: Man nimmt Gefühle, Gedanke, Bewegnisse, Inhalte anderer klar wahr. Es ist, als wäre man selbst die Person, ohne dass man die Identitäten vermischt – es ist Gewahrsein, dass jeder eine Person ist für sich. Doch man kann ihren Seelenzustand, ihren Bewusstseinszustand so klar sehen, als wäre er etwas aussen Erkennbares. So nehme ich wahr, solang ich denken kann – seit frühster Kindheit. Es ist für mich natürlich, und ich kann, obwohl ich mich oft bemühte, nicht anders wahrnehmen. Es ist mir aber bewusst, und so mühte ich mich besonders in der Schule, dass viele andere Personen anders wahrnehmen und nicht diese Schau in andere Personen haben mögen. Ich lernte jedenfalls erst spät und dann wenige Personen kennen, auch im Lauf meiner gesamten beruflichen Laufbahn.
Nun stelle man sich vor, man solle über ein Erlebnis schreiben, dass einen besonders berührt hat. Wenn ich es tue, kann es sein, weil ich so wahrnehme, dass ich die Gefühlszustände anderer mit schildere, ohne dass ich das Gefühl von Unterbrechung habe. Wenn nun gefordert ist, in der Ich-Persepktive schreiben zu mögen, gehen jedoch in aller Regel die meisten Personen davon aus, dass man NUR imstande sei, seine eigene Befindlichkeit und seinen eigenen Charakter, den Geist, die Seele und nähere Umstände wahrnehmen zu können. Doch: Wenn man empathisch in dem Mass ist, auch telepathisch veranlagt wird es genannt, ist es anders: Man hört, sieht, fühlt, was andere denken, fühlen, meinen, wollen ect. Es ist so offen, das Innenleben, als wäre es das Äussere, wenn man sich dahin öffnet. Leider war ich in mir in früheren Jahren – als Kind – nicht voll reflektiert darüber bewusst, dass es sich so verhalte – und dass ein konkreter Unterschied besteht in der Art wahrzunehmen mit je der Ausprägung einer Anlage.
Nun sass ich in diesem Schriftsteller-Seminar, und G.H. hörte mir zu. Auf einmal brüllte er los, stand auf, wurde rot im Gesicht und meinte: „Das KANN ja wohl nicht wahr sein!“ Inhaltlich: „Du schilderst aus der Ich-Perspektive. Also kannst Du nicht darstellen, was ANDERE gerade in sich fühlen.“ Er war davon ausgegangen, ich hätte eine Vermischung der Perspektiven vollzogen – entweder, man entscheidet sich, aus der Ich-Perspektive zu schreiben („Ich erlebe …“) oder in der „dritten Person“ – dann nimmt man sozusagen möglicherweise eine Erzählerperspektive ein, in der die erzählende Person alle anderen „von oben“ sehen könne. Ich aber hatte den Roman in Ich-Form geschrieben, durchgängig. Und doch beschrieb ich, ohne dass es mir damals beim Schreiben des Buches bewusst wurde, was eine andere Person gerade fühle, denke, was in ihr vorgehe. – Für mich ist das ganz normal. Aber für viele andere Personen nicht. Leider geht man im Gros davon aus, dass solches Einblicken nicht möglich sei. Und somit dachte auch G.H., ich hätte einen Fehler begangen, den man als Autorin „in der ersten Klasse“ eventuell noch begehen dürfte, aber, Gott!, doch nicht mehr HIER, in dem Stadium, wo sich die Teilnehmer bereits befänden. O wei. Das Problem war, dass ich nicht sofort verstand, was G. überhaupt meinte. Er brüllte vor allem, es gehe so nicht. Ich verstand erst, als er sich so aufregte über mein zusätzliches Nicht-Verstehen dessen, was er monierte, also als falsch von mir gemacht ansah, als er abschliessend, fast resigniert, laut sagte: „Es geht nicht, dass Du sehen kannst, was ein Anderer gerade fühlt. Oder bist Du etwa Hellseherin?!“ DA auf einmal verstand ich intuitiv. Er hatte Recht. Genau das war der massgebliche Faktor. „Ja“, antwortete ich, jedoch nur innerlich, denn ich war offen gesagt zu beeindruckt auf eine nicht konstruktive Art von dem heftigen Reagieren von G., der mich und mein Script nur so zusammenschrie.
Oh Gott. Neben mir sass Georg. Georg hatte mehrere Bücher geschrieben, war knapp 50 und hatte einige Jahre die Reden für einen damaligen Ministerpräsidenten eines Bundeslandes verfasst. Ich weiss nicht, ob ER verstand, was G. meinte.
Hinterher kam G., und wir sprachen in Ruhe. Er entschuldigte sich, dass er so laut geworden war. Offenbar war für ihn der Fehler so offensichtlich, dass er nicht verstand, dass ich nicht einmal verstünde, was falsch sei – aus seiner Sicht „objektiv“ falsch. – Hier kann man, wieder einmal, sehen, wie Weltsicht und Menschensicht eine Rolle spielen in der Art, wie man meint, was möglich, richtig und machbar sei, regel-recht.
Einmal hellsinnig wahrnehmen, schon ist die ganze Regelhaftigkeit der perspektivischen Darstellungsart über den Haufen geworfen. Jedenfalls wurde mir klar, dass man als hellsinnige Person oft in solche Fallen tappen könne. Darüber schreibe ich, denn ich denke, dass es Vielen so geht und man sich helfen könne, auf solche Fallen im Vorhinein aufmerksam machen und sie somit – hoffentlich – vermeiden zu können. Es sei denn, jemand legt Wert auf Chaos. Komplizierte Weg und oft schmerzhafte Erfahrungen hindern zu wollen und auch für kommende Kinder hindern zu wollen, den Weg für sie ebnen zu wollen, ist Anliegen sämtlicher entstandener und entstehender Schriften.

So, nun hätten wir ein Beispiel von „Christine als …“ „… wahrnehmende Person“. Weiter lässt sich nur sagen, dass ich es zur Hilfe für andere einsetze – eine empathische Ader, wenn sie Not haben, Erfordernis, dass geholfen wird oder es wünschen von sich aus. Die Hilfe kann sich auf Natur, Tier; Mensch erstrecken.

Näheres wird in Bälde einmal dargestellt. Wer möchte, kann meine Diplomarbeit lesen über höhere Wahrnehmungsanlagen und wie es ist oder war für einige Personen, damit aufzuwachsen in drei verschiedenen Ländern, die je drei unterschiedliche Konfessionen des Christentums erlebten als Kinder und Jugendliche. Hier kann man sie erstehen. Link (bald aktiv)