„Warum ist das medizinische Wissen so ausgeprägt bei Ihnen?“, hier mehr:

Erklärung, dass und warum beim Studium Sozialwesen – Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit – an der FH Kiel zur Zeit um 1998-2002 Medizin als Hauptfach im Schwerpunkt Reha und Gesundheit war und vielleicht Wissenswertes hierzu:

Hauptfach im Vertiefungsgebiet bzw. „Schwerpunkt“ erster Art  man brauchte zwei Schwerpunkte, der erste ist am Gewichtigsten – ist in „Reha und Gesundheit“ Medizin. Es wurde von Beginn an uns als das – im Bezug zu drei anderen wählbaren Hauptschwerpunkten- zeitaufwendigste und auch schwierigste Schwerpunktfach nahgebracht – man wurde schon etwas gewarnt sich gut überlegen zu sollen, ob man es studiere, denn andere Schwerpunkte seien einfacher. Da Gesundheit, Medizinisch-Psychologisches für mich an erster Stelle stand neben der Soziologie für die Zeit nach dem Studium, war die Wahl von Anfang an klar. – Platz für viel Freizeit gab es wirklich nicht, es waren wirklich hohe Ansprüche auf den Umfang u.w. bezogen. Da die meisten Personen als Studierende – wie ich – meist schon einen anderen Beruf vorher gelernt hatten und jetzt noch mal studieren wollten, bei einem Durchschnittsalter von 29 Jahren, nahmen die mir bekannten Studierenden das Studium von vornherein auf eine Art ernst, die man haben mag, wenn man sich beruflich einmal negativ festgefahren hat und sich erst einmal – wie mit diesem Studium – „mühsam herausbuddeln“ muss, um endlich auf einen „grünen Zweig“ kommen zu können. Ich denke, die Ernsthaftig- und Gewissenhaftigkeit war bei den hier Studierenden viel ausgeprägter als bei Personen, die nach dem Abitur gleich an einer Uni studieren – hier mag noch eher „das Kindliche“ mitschwingen oder vorhandensein. Hier im Studium war ein hoher Anteil auch an (allein)erziehenden Müttern oder Vätern – Personen, die allesamt gewohnt waren, Verantwortung  privat und beruflich in ihren Rollen für sich und andere zu übernehmen. (Für mich ein wohltuendes Umfeld gerade aus diesem Grund.)
Unterrichtende im Fach Medizin waren – natürlich – Ärzte (z.B. wurde das DSM IV und WHO-ICD-10 gelehrt sowie diagnostische Leitlinien gegeben, die Absolventen künftig fähig sein sollten, sie Ärzten und Psychologen hinsichtlich dritten Personen in Form einer Diagnose anraten zu können o. sollen).  Schwerpunktleiter und Hauptlehrender im Fach Medizin (Sozialmedizin, zumeist) war als Arzt damals gleichzeitig Dekan der FH, selbiger mit hohem Leistungsanspruch an künftige Absolventen auf die gesamte Qualität des Studiums und besonders auch auf das Fach Medizin bezogen.
Es sollten nur, so sein Wunsch, Personen dieses Studium überhaupt bewältigen können und Absolventen sein, die fundiertes medizinisches Wissen nach dem entsprechenden Lehrplan hätten.  Es gab meines Wissens – es war etwas mit Schrecken bei den Studierenden verbreitet – eine hohe Prüfungs-Durchfall-Quote (ca. 60 % bestanden die Prüfung nicht, nachdem der gründliche Professor die Studieninhalte neu konzipiert hatte). – Er war der Ansicht – die ich gut verstehe -, dass lieber niemand auf Menschen losgelassen werden solle, der „nicht einmal“ nötiges medizinisches Wissen gelernt und unter Beweis gestellt habe.

Ferner lebte ich privat als Partner mit einem Arzt zusammen, bei dem ich auf mein Anliegen hin ebenfalls – mit privatem häufigen Sein/mit Leben in der Klinik, in der er damals ltd. Oberarzt war (Fachrichtung Psychiatrie) – intensiv Medizinisches, gerade Bewusstseinsbezogenes in Bezug zu innerer „Höher“-Entwicklung, (weiter)lernte die ganze Studienzeit und darüberhinaus. Anderthalb Jahre lebte ich  mit Zwischenfahren zwischen zwei Orten praktisch mit in der Klinik, an der er arbeitete, mit einem Raum zum Leben dort – er wechselte von Kiel an einen anderen Wohn- und Arbeitsort. So hatte ich gewissermassen ein medizin-, psychologisch-, psychiatrisches Doppel-Studium und habe anschliessend zum Einsetzer der Wahrnehmung zum Segen der Patienten zunächst an einer Psychiatrie gearbeitet.

Zurück zum Haupttext