Intervoice-Mitglied

Liebe/r Besucher/in,

Intervoice – International Voice Hearer Network – in den von mir so aufgefassten und erfahrenen Grundzügen: Originalworte von Sandra Escher & Prof. Dr. Marius Romme seien bitte selbst zu recherchieren, mit Dank:

Diese Einführung stammt aus meiner eigenen Feder. Sie ist somit nicht unbedingt repräsentativ für das Netzwerk: Interessierte Personen empfehle ich, auf die Internetseite schauen zu mögen und sich an die bisher noch leitenden Personen und Akteure, die inzwischen in etlichen Ländern sich befinden, wenden zu mögen. Sie haben sicher treffendere Worte, weil oder wenn sie aktiver sind im Netzwerk an sich, als ich es – umständehalber – war bzw. bin. Ich bin inhaltlich entsprechend aktiv, jedoch nicht im Netzwerk und von daher nur wenigen Personen dort bekannt. Dank. Der Link befindet sich weiten unten am Anschluss an diesen Text.
Hier stelle ich mich – als eher wenig in Erscheinung und mehr leider mit anderen Themen nötigerweise befasst als im aktiven Sinn dort aktiv sein zu können bzw. zu wollen, mit Abstimmung mit den Initiatoren – vor als Mitglied einer Vereinigung, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen, die akustische Eindrücke haben von ihren u.U. nicht sichtbaren Quellen und etwaig Probleme in irgendeiner Art bekommen könnten, helfen zu wollen. Nach Intervoice-Ideal geschieht dies auf dem Weg, die Erfahrung an sich nicht zu werten (wo kommt das akustische Wahrnehmen dieses und jenes Eindrucks her?), sondern den Personen zu helfen, sich selbst so zu stärken, dass sie etwaig Belastung reduzieren und vor allem kontrollieren lernen können sollen. Dies akustische Wahrnehmen wird – in der Medizin heute in weiten Teilen, die räumliche Verbreitung international hier nicht thematisiert  – auch „Stimmenhören“ genannt. Doch, und hiermit bin ich vertraut und habe seit 1992 begonnen, Menschen zu helfen, mit ihren eigenen Erfahrungen besser umgehen zu lernen in Achtung des ganzen Wesens der Person: Personen/Kulturen, die die ganzheitliche „Physiognomie“ und Ausstattung kennen – ich habe sie einige Jahre im Rahmen erst einer internen Schulung in einem Zentrum für ganzheitliche Entwicklung mit studiert, später selbst weiter vertieft -, was die westliche „Schulmedizin“ keinesfalls lehrt, sind der Ansicht, jeder habe die Fähigkeit, Seinsbereiche hören, sehen, fühlen, riechen u.w. zu können, die mit den physisch-grobstofflichen Augen nicht bis kaum wahrnehmen könne.

Englisch als Basissprache im Netzwerk & einige deutsche Ansprechpartner
Die meistgesprochene Sprache im Netzwerk ist englisch. so auf Kongressen, die jährlich seit einigen Jahren stattfinden. Sandra Escher und Prof. Dr. Marius Romme sprechen und lesen kein deutsch. So ist es von Vorteil und aufgrund der nur dann voll gewährleistbaren Kommunikationsfähigkeit und bei Mitgliedern in vielen Ländern erwünscht, englisch am Besten fliessend sprechen und schreiben zu können. Es gibt jedoch auch einige deutschsprachige Ansprechpartner.

Wie kam ich zu Intervoice?

Unmittelbar nach meinem Studienabschluss durfte ich vor ca. 13 Jahren an einer Klinik, an der ich arbeitete und an der ich infolge der ärztlich erkannten und überprüften Wahrnehmungs- bzw. Hellsinnsbefähigungen – seelisch-geistige Vorgänge, Anlagen, Befähigungen, die geistige Klarheit im Konkreten und weitere Details, die jeweils auf ihr Anliegen hin relevant sei bei anderen, Patienten, wahrnehmen zum Beispiel im Interesse, dass sie selbst sich damit besser helfen können sollten oder andere Personen ihnen – eingestellt wurde, Sandra Escher und Prof. Dr. Marius Romme kennenlernen: sie ist  Wissenschaftsjournalistin, er ist bzw. war derzeit Professor für Soziale Psychiatrie an der Uni Maastricht.
Der Chefarzt jener Klinik, an der ich arbeitete, stellte mich den beiden an einem Abend vor als „Expertin zum Thema Hellfühlen“. Ich erblasste – das hätte ich von mir nicht gesagt. Wo er es sagte, klang es einleuchtend und authentisch – doch wie es so oft ist: Selbst mag man zurückhaltend (damit) sein. Nun, die beiden wussten schon, wer ich war, denn ich hatte mit Resultaten ihrer m.E. sehr hilfreichen Forschung meine Diplomarbeit mit erfüllt – das wussten sie, und auf dem Weg hatten wir den ersten Kontakt und erkannten ähnliche Interessen.
Prof. Romme lud mich ins Intervoice-Netzwerk ein, als sog, in professionellen Helfen Erfahrene, aber auch im Thema Hellfühlen, d, h., der so bei mir angelegten höheren Wahrnehmungsanlagen. Im Wesen ging es um die Frage: welche Terminologie sollte man einsetzen? Hellhören oder „akustische Halluzination“, in Fehlauslegung unserer Ansicht nach, dessen, was ist? Hellsicht oder „optische Halluzination“, Letzteres in Fehlauslegung dessen, was nach unserer Ansicht IST.
Sandra Escher und Prof. Romme sind, meines Wissens nach als nicht aktives Mitglied bei Intervoice bei jedoch inhaltlichem Arbeiten die ganze Zeit über, bei den psychiatrischen Termini geblieben.
Meine Diplomarbeit fand inhaltich Anklang – leider sprechen beide mehr englisch, aus Belgien stammend, und können kein deutsch lesen. Da ich selbst keine Gelegenheit zur Übersetzung fand, es auch wenig ernsthaft verfolgte, wurde die Diplomarbeit letztlich ihnen beiden nur inhaltich berichtet und konnte nicht selbst von ihnen gelesen werden. 2010 veröffentlichte Sandra Escher ein Buch über Kinder, das dem Inhalt meiner damaligen wissenschaftlichen Abschlussarbeit ähnelt – was mich freute, denn das Thema sollte viel mehr behandelt werden. Von 1992-1994 hatte ich in einem Zentrum für ganzheitliiche (spirituelle) Entwicklung gelebt. In der dortigen Lebensberatungspraxis habe ich Klienten mit und nach zwei Jahren – auch interner Schulung – selbst beraten und dafür explizit die Hellsinne eingesetzt. Als ich erstmals „Stimmenhören“ hörte, wusste ich nicht recht, was damit gemeint sei. Man hört, dachte ich, ja stetig, so man die Wahrnehmungsmöglichkeit ausgeprägt habe, etwas aus auch anderen Seinsbereichen. Für mich ist das keine Frage, ohne Zweifel. Doch ich weiss, dass es im Grunde überall in sog.  professionellen Helfer- und Lehrbereich nicht Teil des Lehrens ist, dass es so etwas überhaupt gebe – nicht hier in Deutschland oder überhaupt in weitergefassten Bereichen im westlichen Europa. Es ist eine diesbezüglich armselige Kultur, die nur einen kleinen Teil von Wissen hat – aber es wird oft gemeint, es wäre gross, bereits alles und dass andere Völker, die jahrtausendejunge Kultur haben und Weisheit und Wissen durchgehend gehütet haben, wie der Buddhismus, wie Aborigines, einige Indianerkulturen etwas dumm sein würden – denn ihr Wissen wird im Grunde eher nebenbei „mal“ angesehen und wenig beachtet, geschweige denn richtig studiert. Es wird im Wesen nicht einmal ernstgenommen – hier hätten wir ja andere Verhältnisse, was nutzt es, was jemand in China, Indien, Japan tue oder getan habe? – Es wird öfter belächelt und von der Schulmedizin kaum aufgenommen. Das ist bedauerlich.

Über das Thema Hellhören bzw. auch „Stimmenhören“

In spirituell bewussten Traditionen hat man für akustisches Wahrnehmen von Eindrücken, die äusserlich nicht sichtbar sein mögen, die allgemein (darin) bekannte und als natürlich sich entwickelnkönnende Befähigung des „Hellhörens“. Zur ganzheitlichen oder auch „Hell“-Wahrnehmung wie Hellhören, Hellsehen, Hellfühlen habe ich meine wissenschaftlche Abschlussarbeit mit einer Studie über sensitiv = hellwahrnehmende Kinder bis in ihr Erwachsenenalter, Befinden, persönliche einschliesslich gesundheitlicher Entwicklung, Anliegen ect. geschrieben. Im Zuge dessen habe ich, da das Thema „Stimmenhören“ manchmal leider mit der Fähigkeit des Hellhörens an sich – eine Fähigkeit an sich sollte als neutral angesehen werden, als eine Art Ausstattung – in einem Atemzug genannt wird, das Thema behandelt. „Stimmenhören“ geht m.E. auf die Befähigung des „Hellhörens“ zurück. Das ist etwas mir seit Kindesbeinen an Vertrautes, in einem konstruktiven Sinn. Belastend kann es werden, wenn zuviel Reize aufgenommen werden, so meine Erfahrung bzw. daraus eine Tortur wird.

Das Problem der Generalisierung diesbezüglich

Das Wahrnehmen von „Stimmen“ wird jedoch nach WHO = „Weltgesundheitsorganisation“ meist, was ein Problem darstellt und von vielen Personen als Fehler und unvollständige Auffassung angesehen wird, als Anzeichen einer Erkrankung aufgefasst – je nachdem, bei belastendem, überhandnehmendem, bedrängniszeitigendem Inhalt -, so z.B. im ICD, speziell im Part 10 für psychische Erkrankungen (ICD = „International Classification of Deseases“, d.h. Internationale Klassifikation von Krankheiten): Hier ein Link dazu: https://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10-gm/
Ausführlicher: Dies ist ein bzw. das Handbuch für diagnosestellende Berufsangehörige mit Diagnoseleitlinien der WHO bei psychischer so angenommener Erkrankung, anderes ist das sog. DSM. (http://www.hogrefe.de/programm/buecher/themenverzeichnis/klassifikation-psychischer-storungen/diagnostisches-und-statistisches-manual-psychischer-stoerungen-dsm-5r.html)

Auf dem Weg der Recherche zum Thema Stimmenhören hatte ich Kontakt zu Sandra Escher. Ich hatte ihn aufgrund ihrer damaligen Studie mit 80 Kindern – Formation of delusional ideation in adolescents hearing voices: a prospective study (2002). Escher, A., Romme, M., Buiks, A., Delespaul, Ph., Van Os, J., American Journal of Medical Genetics. 114: 913-920 (siehe hierzu bitte auch den unter dem Text eingefügten Link mit Liste der Publikationen von Sandra Escher und Prof. Dr. Marius Romme) –  gesucht und ihres für mich aufschlussreichen und in die wissenschaftliche Abschlussarbeit eingearbeitetes Buch „Stimmenhören akzeptieren“. In diesem Buch wird mit angesprochen, durch Gastbeiträge u.a., dass es andere Möglichkeiten als eine Erkrankung geben könne für das Wahrnehmen von Inhalten, die von anderen unmittelbar evtl. nicht gehört werden können. Hier wird im Wesen die Fähigkeit des „Hellwahrnehmens“ thematisiert.
Sie berichtete mir, sie machten derzeit eine Studie (vier Jahre Dauer, fast beendet damals, 2001) mit 80 Kindern, die über optische und akustische Wahrnehmungen berichteten, die für andere mit äusseren Sinnen nicht erkennbar waren. Wenn man diese Eindrücke hat, nimmt man diese mit den inneliegenden Sinnen wahr, die auch Hellsinne genannt werden. Die Studie ist in genauer Definition und Ergebnisqualität bisher nur auf englisch erhältlich und am Besten über Sandra Escher oder Prof. Romme direkt erbittbar zum Erhalt.

Nach der Auffassung von Sandra Escher und Prof. Dr. med. Marius Romme ist das akustische Wahrnehmen an sich kein Anzeichen einer Erkrankung (!), sondern eine neutrale Befähigung. In der Auffassung ist die Denkart: Etwas Wahrnehmbares – ein Inhalt, mehrere – kann so stören, dass es krank machen kann unter Umständen, es kann seelische, sogar geistige oder körperliche Probleme infolgedessen geben, doch das Wahrnehmen an sich wird nicht als Erkrankung angesehen. Leider, und das hebt diese Denkart hervor aus jener, die heute noch meist in Psychiatrien – in Deutschland, Belgien ect. – umgesetzt werden, wird in der „herkömmlichen“ Psychiatrie das akustische Wahrnehmen oder das optische Wahrnehmen von Inhalten, die auf neutrale Art für andere nicht sicht- bzw. unmittelbar erfahrbar sind oder sein mögen (dazu bräuchte es eigene hellsinnige Ausprägung und nur das könnte das unmittelbare Mitwahrnehmen von Inhalten ermöglichen), als Symptom einer Erkrankung angesehen: Das Wahrnehmen an sich wird also als Zeichen einer Erkrankung – wenig getrennt vom Inhalt dessen, was je wahrnehmbar sein mag für eine Person – angesehen: Es wird dann eine optische oder akustische „Halluzination“ genannt. Dies wiederum ist eines von vier vorhandenseienden Symptomen, mit der eine „Psychose“ bzw. die Unterkategorie laut WHO-Vorstellung „Schizophrenie“ bzw. die nochmal unterkategorisierte Form „paranoide Schizophrenie“ vergeben werden könnte. Die anderen drei von zehn im ICD-10 für diese Diagnoseauswahl genannten Kriterien, wobei für die „paranoide Schizophrenie“ z.B. vier von 10 möglichen Kritierien zutreffen müssen, um diese Diagnose vergeben bzw. „rechtfertigen“ zu können, werden entweder hier in Bälde oder in einer Publikation an anderer Stelle (ein Buch ist hierzu in Arbeit, es wird etwas dauern) genannt. Zu diesem Thema der Diagnosekriterien der Psychose bzw. Schizophrenie und paranoiden Schizophrenie wurde ich in meinem damaligen Studienschwerpunktfach Reha & Gesundheitswesen im Fach Medizin im Herbst 2001 abschliessend geprüft – meine letzte Prüfung im Studium. Nötig war, dazu alle Diagnosekriterien zu kennen, aufzuzählen und Näheres.

Wo liegt nun eine der zentralen Schwierigkeiten?:
Der m.E. fortschrittliche, ganzheitlich orientierte Denkansatz von Sandra Escher und Prof. Romme macht Schluss mit Annahme oder dem Aufotktruieren der Sicht, dass das Wahrnehmen von Inhalten, die für andere nicht unmittelbar wahrnehmbar sein brauchen, an sich („schon“) Zeichen einer Erkrankung sei. Doch das ist nicht die Schwierigkeit: SIE liegt darin, dass im Gegensatz zu diesem Denken der weitaus grössere Anteil an Psychiatern anders denkt und auch so handelt, be-handelt auch. Ein Mensch wird als krank angesehen, ihm so eventuell begegnet – sicher sogar -, und er fühlt sich, evtl. erst infolgedessen, krank oder schwach. Wird man nicht für krank angesehen, sondern als selbstbefähigt, seine Kraft und inneres Vermögen aufbauen zu können, um unangenehmen Eindrücken mit Energie begegnen zu können, zu wollen auch, entwickelt man mehr Kraft, die Selbstheilung wird besser aktiviert. Auch das zeig(t)en Sandra Escher und Prof. Romme oft in ihrer praktischen, beraterischen Tätigkeit, in Form von Vorträgen, Seminaren, Uni-Studien, Artikeln, Essays, Büchern und Fernsehbeiträgen. Man könnte auch sagen, die Art des Denkens sei im Wesen gleich der Salutogenese – Lehre der Gesunderhaltung, die sich an den Stärken einer Person orientiert, nicht an den Schwächen und worin davon ausgegangen wird, dass jedes „System“, auch ein Mensch, ein Organismus, ein Wesen an sich, immer zur Harmonie strebe und zur Herstellung dieses Zustandes – nicht zum Verfall, zum Chaos, zu Krankheit. Dies ist ein Charakteristikum in der Lehre der Salutogenese – sie ist eine Basis auch in der Diplomarbeit „Sensitivität“ von mir: den Menschen SO, als potentiell gesund, nach Harmonie strebend, als fähig ansehen zu mögen, nicht – was oft leider auch in der Sozialen Arbeit getan wird und meines Erachtens nach fatal und sehr lücken- und risikohaft ist – als schwach, fehlerbehaftet, eine manquorientierte Ansicht. Im Wesen und von ihrem Ansatz her vertreten Sandra Escher und Prof. Romme diese Ansicht ebenso. Das Wissen um die Gesundheit zutiefst im Wesen, und dass ein Mensch fähig sein kann das Gute zu wollen, verwirklichen zu wollen auch, kennzeichnet meinem Empfinden nach ihre Publikationen aller Art. Sie sind also – um es mit meinen Worten zu bezeichnen – „unterwegs“, um andere Personen zu ihrer Selbst-Ermächtigung, ihrer Selbst-Bewusstheit, -Stärke anleiten zu wollen. Insofern sind sie mit den konstruktiven Denkarten aller Personen verbunden, die z.B. auch für die – und nur ich stelle es hier so dar – für die Weisse Schwestern- und Bruderschaft ihr Werk annahmen und tun.

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Was soll und kann hier erreicht werden, „alte“ Psychiatrie – „Schlag Dir Gott aus dem Kopf“?, bis Du nicht einmal ihn hören können kannst?

Ein Beispiel sei genannt, das ich von einem Freund erfuhr, damals Chefarzt für Psychiatrie an einer deutschen Klinik, einem Kreiskrankenhaus, wie es Personen ergeht nach „alter“ Psychiatrie-Art, die berichten, Stimmen zu hören. Man kann es auch anders sagen: die berichten, akustische Eindrücke von etwas oder jemand zu haben, den sie evtl. darstellen können. Wenn sie nicht an eine Ärztin oder einen Arzt der Psychiatrie geraten, die oder der selbst ganzheitliche Kunde über Entwicklung hat bzw. spirituell bewandert oder sogar, was wunderbar wäre, geschult wäre seit vielen Jahren (beste Basis m.E., ein Leben lang solche Schulung mitmachen zu mögen), wird sie oder er sagen, die Person habe eine akustische Halluzination. Es wird nicht für möglich erachtet wahrscheinlich, dass wirklich ein real existenter Einfluss – wo immer er sei – zu hören, wahrnehmbar sein könnte von dieser Person, sondern es wird gleich abqualifiziert. Das ist schlimm. Es wird in dieser „alten“ Psychiatrie auch vermieden, über die Erfahrung, den Inhalt zu sprechen, d.h. es wird dringend empfohlen, dass nicht auf den Inhalt gehört wird, sogar unterbunden werden mag, dass eine hilfsbedürftige Person über ihre Erfahrung spricht. – Warum?: Mein damaliger Freund, er war Partner, sagte: Es würde seines Wissens nach angenommen, dass eine Person, die so eine Erfahrung erlebe – nach schulmedizinischer Sicht also „psychotisch“ sei, was ich eine grundfalsche Einordnung finde! – so überzeugend sein könnte von ihrer Darstellung her, dass sie eine therapeutische, konsultierte Person, der sie von der Erfahrung inhaltlich erzähle, „mit in ihr Weltbild ziehen“ könnte – und dass die konsultierte Person „am Ende selbst wahrnehmen würde oder könne, was die hilfsbedürftige Person wahrnehme“. DAS wird gewertet als „erfolgreiches Hineinziehen“ in eine Krankheit – nicht etwa in eine erfolgreiche Mit- oder Gleichwahrnehmung von etwas eventuell real Vorhandenem. Nein. Es wird gewertet als erfolgreich verwickelt in die eigene so gewertete „Erkrankung“. Ja, es würde sogar dringend empfohlen, sich von jeder inhaltlichen Darstellung distanzieren zu mögen, damit so ein „Hineinziehen“ in das „eigene Weltbild“, das als krank aufgefasst wird dann, nicht geschehen könne.
Mein Freund, dieser Psychiater, sagte damals dazu, seiner Auffassung nach beruhe das nicht auf Realem, auf Wahrheit, sondern Diagnosen, die in der Psychiatrie eingesetzt würden, würden nach Einschätzung zu ca. 80 % dazu dienen, sich selbst von dem, was eine hilfsbedürftige Person erlebe,distanzieren zu wollen. Es handele sich seines Erachtens um Angst, dass es auch einer konsultierten Person so ergehen könne.

Man sieht, wo es hinführt, wenn nicht die Hellsinne soweit ausgeprägt sind, dass man real sehen kann, was bei einer Person geschieht und wo die Ursache eines Geschehens sein mag. Es sind die meisten Ärzte und Psychiater einschliesslich auf dem Stand, dass sie ihre eigene Hellwahrnehmung, ihre sog. höheren Sinne und Gaben, nicht oder nur wenig ausgeprägt haben. Eigentlich haben wir diese Anlagen alle, ist hier Ansicht, so denken auch spirituell wissende Kulturen. Sie sind nur weniger oder mehr ausgeprägt, aber entwickelfähig.

Was wird nun getan von Ärzten, die in „alter“ Art denken und handeln?: Sie verordnen Neuroleptika. Diese unterdrücken die Wahrnehmung, die Arreale, die dafür zuständig sind, schwächen aber unter Umständen auch das Selbsthilfepotential. Es ist kein optimaler Weg. Fehler ist, das Wahrnehmen an sich für Erkrankungsanzeichen werten zu wollen! Zweiter ist, dem begegnen zu wollen mit chemischen Präparaten, die die Leistung hindern könnten. Medikamente. Haldol wurde in alter Zeit eingesetzt – mit dem „Erfolg“, ein zentral wirkendes Mittel, dass ein Mensch nach Einnahme oft länger weder richtig sich artikulieren konnte noch mehr richtig laufen konnte. Im Zuge dessen – ich erlebte es selbst in einem beruflichen Kontext – wurden Personen in der Psychiatrie behalten für sechs Wochen mindestens, weil sie dem Richter bei einer sog. Anhörung nicht verbal klar infolge Haldol-Einnahme antworten konnten, physisch bedingt. Eine Anhörung muss nach spätestens drei Tagen in einer allerdings nur sog. geschlossenen Psychiatrie erfolgen. Herausforderung einer richterlichen Person, aus einer Betreuungsabteilung des Amtsgerichts der jeweiligen Region, ist, erkennen zu sollen, ob eine Fremd- oder Selbstgefährdung gegeben sei. Das ist eine fatale Auswirkung. Neuroleptika bestimmter Art – es wurden bessere entwickelt im Lauf der letzten Jahre, die feiner, subtiler, genauer und weniger beeinträchtigend wirken, z.B. sog. dreiphasige – können u.U. so wirken, dass sie die Person wesentlich in ihrer körperlichen und evtl. seelischen Empfindens-, Erlebnis- und Äusserungsfähigkeit hindern können, auch langfristig mit also bleibendem Charakter. Nun ist aber der Ansatz der „alten“ Denkart, dass ein Erfolg sei, wenn jede Art von „Stimmenhören“ – auch solche positiver Art, wie z.B. Schutzengel, die laut WHO auch ins Reich der Märchen gehören offensichtlich – durch Neuroleptika unterdrückt werden. Erfolg sei, wenn ein Jahr über die letzte Erfahrung von „Stimmenhören“ hinaus kein akustischer Eindruck mehr erfolgt sei. Damit dürften sich alle Personen, die andere Seinsebenen annehmen bzw. sich konkret mit Personen dort in Verbindung zu setzen meinen, als potentielle Psychotiker einstufen lassen von seiten der „alten“ Psychiatrie und sich mit Neuoleptika beehren lassen, bis sie keine einzige (akustische) Wahrnehmung über andere Seinsbereiche mehr haben. O je, was für eine Armut – welch ein Missbrauchspotential ist hier zu verzeichnen. ! Psychiatrie war leider oft ein Mittel, sich unliebsame Geister vom Hals schaffen zu wollen – auch politisch andersdenkende Personen, die in restriktiven Regimes, wie der ehemaligen DDR, selbst dachten und etwas gegen die Zustände unternehmen wollten.

Beispiele bzw. nähere Beschäftigung mit Hellhören und Stimmenhören nehme ich in einem Artikel darüber vor, als Erweiterung des Parts, der bereits in meiner wissenschaftlichen Abschlussarbeit enthalten ist über Hellhören und in Erwähnung von „Stimmenhören“ hiermit in Verbindung. Es erfolgt darin eine Gegenüberstellung, ein Vergleich von Ansichten u.w. – vor. Er ist hier zur Zeit nicht veröffentlicht, wird aber in Bälde erhältlich sein – auch auf Anfrage.

So sehe ich die langjährige früchtetragende Arbeit von Sandra Escher und Prof. Romme als gut und nutzbringend an.
Inhalte, die in der „alten“ Psychiatrie, von mir hier so genannt, gelehrt werden, sind auch jene, die ich im Studium Sozialwesen lernte bzw. lernen musste, wie ich sagen möchte. Ich war schockiert, wie die Diagnosekriterien zusammengestellt sind. Meines Erachtens kann man aus jedem betenden Menschen, der annimmt, dass Gott auch antworten könnte oder würde, eine Person machen, die die Diagnose  „schizophrene Schizophrenie“ erhalten könnte. (Die vollständigen Diagnosekritierien können auch selbst im ICD-10, das allgemein erhältlich ist, angesehen werden, um sich selbst ein Bild davon machen zu können, ich empfehle sogar diese Lektüre – es ist mehr darin als in einem (anderen) Krimi, so meine Ansicht, die ich als Diplom-Sozialpädagogin auch diese Kritierien anwenden solle, wenn ich in einem entsprechenden Bereich tätig wäre: Ich war es kurzzeitig, doch in einer Klinik, in der ganzheitlich gedacht wurde – eher wie Sandra Escher und Prof. Romme es tun und mehr: spirituell klar.

So also, ich fasse zusammen: Es ist gemäss spiritueller Tradition auch bekannt, und hier versuche auch ich seit 1992 einende, verbindende, vergleichende Sichten herzustellen zwischen spirituell klarem Erfassen und einseitig-psychiatrischer Ansicht in der sog. Schulmedizin, die im 13. und 14. Jahrhundert mit gewaltsamem Handeln „eingeführt“ wurde, mit dem Herausdrängen von Frauen aus dem Medizinwesen, Abdrängen, Herabsetzen in Aufgaben, die nurmehr heute „medizinische Hilfs- oder Pflegeberufe“ genannt werden. Ich tätige diese Vergleiche, Gegenüberstellungen, Essenzenziehen bzw. weise oder vernünftig erscheinende Implikationen hervorbringende Anschau-Tätigkeit in mehreren Rahmen äusserer Art: In meiner praktischen Beratungs- mit wahrnehmenden und Heilarbeit sowie in den Publikationen, Vorträgen, Seminaren, Schulungen ect., die u.a. 2006 für Ärzte begannen, im Meditieren u.w.
Nochmal das Wesentliche: Das Wahrnehmen nicht-sicht- oder für andere ad hoc erfahrbarer Inhalte an sich wird nach Ansicht von Sandra Escher und dem Professor für Soziale Psychiatrie (früher in Maastricht tätig) keinesfalls, anders als die WHO annimmt oder jedenfalls so darstellt, als Zeichen einer Erkrankung oder als Erkrankung an sich angesehen. Hier wird im Gegensatz zur auch meines Erachtens, da meine Sicht sich mit den Annahmen deckt, leider weitverbreiteten in Krankheit denkenden Psychiater fein differenziert. Es wird auch eingeräumt, angenommen: Es könne höhere Quellen des Seins geben. Es könne sein, dass jemand – nicht unbedingt, aber möglich – Einflüsse aus einer anderen Frequenzebene wahrnimmt, die für andere nicht unmittelbar wahrnehmbar ist.
Eine der grössten Betonungen ist also, nochmal gesagt, dass jemand eben NICHT krank sei, der akustisch oder optisch auch etwas für andere nicht unmittelbare Erfahrbare wahrnehme. Man dürfe es nicht gleichsetzen mit einer Erkrankung. Grösste Betonung wird auf die Ich-Stärkung, auf das Selbst-Erstarken gelegt, um seine Kraft so zu stärken, dass man – was Erfolg zeigte beim Wahrnehmen belastender Inhalte nach Berichten und auch einer Studie, hier nicht näher benannt – Abstand zu einem Einfluss erreichen könne und ihn loswerden gegebenenfalls. Meines Erachtens ist es lohnend, sich damit zu befassen, denn – und das ist das Anliegen auch hier u.a. – das Wahrnehmen von Inhalten, die hellhörend oder hellsichtig z.B. wahrnehmbar werden, könnte u.U. von Ärzten bzw. Personen, die sich damit entweder nicht auskennen oder nichts Gutes im Sinn haben, für krank erklärt werden. Die Studie mit den 80 Kindern sollte zeigen und hat es, dass die Kinder erstarken und sowohl wahrnehmungsbezogene als auch gesundheitliche bzw. vor allem personenbezogene, darin auch familiäre Umstände zum Guten verändern können bzw. konnten, wenn ihnen nur Raum zum offenen Umgehen mit den Erfahrungen gegeben wurde: erzählen darüber, was sei, angenommen werden, Liebe, Wärme. 50 % der Kinder konnten ihre Situation gravierend verändern. 50 % der Kinder waren am Anfang der Studie in einer Psychiatrie und konnten im Verlauf ihrer Studie entlassen werden nach Hause, Beziehungen zur Familie verbesserm, Freunde finden u.w. – es wurde als Erfolg der Studie, mit je einstündiger Beratung in je einem Jahr (nur), gewertet.
Sandra Escher und Prof. Romme legen, so sagte mir Sandra Escher einmal im persönlichen Begegnen, Wert darauf, dass ein nicht-klinisch-steriles Umfeld existiert, wenn man anderen helfen möchte – auch und ganz besonders gilt es für Kinder. Ich hatte den Eindruck einer wunderbaren Bemühung und Warmherzigkeit, der ich nur zustimmen konnte.

Auch im Netzwerk Intervoice werden die dargelegten Ansichten international in Vorträgen, Veröffentlichungen, mehr und unter anderem einem jährlich in einem je wechselnden Land stattfindenden Kongress detailbeleuchtet durchgegangen, vertieft bzw. verbreitet.

Ich rate, selbst auf der Webseite von Intervoice zu schauen, die zum grössten Teil englischsprachig ist und inzwischen in etlichen Sprachen aktiv ist. http://www.intervoiceonline.org/
Es fehle an deutschen Personen, sagte Prof. Romme vor wenigen Jahren auf dem jährlichen Kongress, der in dem Jahr in Griechenland stattfand, die sich hiermit konkret befassen möchten. Über die Deutschen sagte er auf dem Kongress: „They are too much involved with their diagnoses.“ (Sie sind zuviel mit (ihren) Diagnosen/Diagnose-Denken beschäftigt bzw. involviert.)
Ich habe den Link zu Intervoice u.a. eingefügt bei „…Dipl.Soz.Päd. u.w. (FH)“ mit Herstellen des Bezugs auch dort. Was Prof. Romme meint, sei u.a. hier gezeigt, kopiert von der Internetseite und bitte selbst dort ersehbar:

http://www.intervoiceonline.org/about-intervoice

Intervoice: In „About Us“:

„Many voices can be unthreatening and even positive. It’s wrong to turn this into a shameful problem that people either feel they have to deny or to take medication to suppress.“
(Übersetzt: „Viele Stimmen können unbedrohlich und sogar positiv sein. Es ist falsch, dies in ein schamvolles Problem zu verkehren, so dass Menschen sich eher fühlen, als müssten sie (Anm. v. Christine: „das Hören“) verleugnen oder Medikamente zum Unterdrücken nehmen.“)
Professor Marius Romme

For further information about INTERVOICE, contact us at info@intervoiceonline.org

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Eine Liste der Publikationen – ich bitte auf evtl. Aktualisierungen zu achten – ist hier zu sehen, auf englisch und in den bisher deutschsprachigen Titeln:
http://www.hearing-voices.com/default.aspx?pid=8&itemid=12258&mid=10261

Einige Beiträge auf youtube möchte ich hier via Link einfügen zum Einblick:

Marius Romme: The World Hearing Voices Movement – Where are we and where are we heading??
(übersetzt: Die Welt Stimmen-Hörer-Bewegung – Wer sind wir und was ist das Zentrale?)
https://www.youtube.com/watch?v=muJWi9X-I7w&index=13&list=PLNFEPts1WucSqaZ79b4gKe6qs_vEn41WF

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Professor Marius Romme: How to solve the schizophrenia problem
(übersetzt: „Wie das Schizophrenie-Problem zu lösen ist/sei“)
https://www.youtube.com/watch?v=ulg-V-mgtHU
ca. 22 Min.

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A steady thank by Christine Schüren to Sandra and Marius to worship you as persons and in your important work:
Please stay healthy, become 120 years old and go on with your helpful work and kind personal presences. Have much thanks for your work – the will und your doing. Stay healthy and strong in spirit, mind, soul and your outer body.

Warm regards by Christine Schüren